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Niemeier Hausanalytik

Institut für Schimmeluntersuchung und Schadstoffe im Haus

 

Holzschutzmittel / Biozide

 

Pentachlorphenol (PCP) ist Bestandteil von Holzschutzmitteln, die bis in die 1970-er Jahre zur Behandlung von Holzbauteilen und Werkstoffen in Innenräumen verwendet wurden. Die lange Halbwertzeit im behandelten Holz bedingt, dass PCP auch heute noch in diesen Innenräumen nachgewiesen wird, obwohl die Verwendung seit 1989 in Deutschland verboten ist. Während in der damaligen Zeit unmittelbar nach der Holzschutzmittelanwendung PCP-Konzentrationen von bis zu 25 μg/m³ gemessen wurden, liegen die heute in behandelten Räumen anzutreffenden Konzentrationen deutlich niedriger. In Räumen, in denen kein PCP verwendet wurde, werden üblicherweise Konzentrationen unter 0,1 μg/m³ gefunden. Hausstaubgehalte von mehr als 5 mg PCP/kg im abgelagerten Staub (Altstaub) und mehr als 1 mg/kg im Frischstaub deuten fast immer auf eine PCP-Quelle im Innenraumbereich hin.

Lindan (Gamma-1-Hexach lorcyclohexan) wird nur langsam abgebaut und da es lipophil ist, reichert es sich stark in der Nahrungskette des Menschen an. Die Substanz steht darüber hinaus im Verdacht, krebserregend zu sein. Lindan steht ferner im Verdacht, bei Überschreitung der Normalwerte schwere Krankheiten auslösen zu können: Veränderung der inneren Organe, der Blutbildung, Multiple Sklerose, Nervenschädigungen. Betroffen sind nicht nur Landwirte, Handwerker und Chemiearbeiter, sondern auch Hausbewohner, die dem als Holzschutzmittel verwendeten Lindan über die Atemluft ausgesetzt sind. Lindan ist cancerogen beim Tier und möglicherweise auch beim Menschen.
Lindan wird etwa seit 1945 als Insektizid in der Land- und Forstwirtschaft, im Holzschutz und in der Veterinär- und Humanmedizin verwendet. Lindan spielte lange eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung holzzerstörender Insekten. In Holzschutzmitteln lag Lindan früher in der Regel gemeinsam mit Pentachlorphenol in einem Verhältnis von etwa 1:10 vor (in der ehemaligen DDR wurde bevorzugt die Wirkstoffkombination DDT /Lindan eingesetzt). In Innenräumen, die in der Vergangenheit mit Lindan-haltigen Holzschutzmitteln behandelt wurden, können noch Jahre nach der Anwendung deutlich erhöhte Lindan-Konzentrationen in der Luft gefunden werden. Während die Verwendung in der Land- und Forstwirtschaft deutlich zurückgegangen ist, findet Lindan heute noch Anwendung in einigen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Lindan kann durch Dehydrochlorierung zu Pentachlorcyclohexen abgebaut werden.

Tolylfluanid ist ein Wirkstoff zur Pilzbekämpfung, in Fungiziden für den Obst- und Pflanzenanbau und in Holzschutzmitteln enthalten. Wird gegen Mehltau, Grauschimmel, Schorf und andere pilzliche Erkrankungen in Gemüsekulturen, Obst, Wein, Hopfen und Zierpflanzen eingesetzt. Verwendung auch als Fungizid in Holzschutzmitteln und bläuewidrigen Anstrichmitteln vor allem bei Kiefernholz, aber auch bei Splintholz anderer Nadelhölzer wie Fichte und Tanne ab 1980.
Die EU hat 2010 das Pestizid Tolylfluanid als Pflanzenschutzmittel verboten. Der Wirkstoff war in Deutschland bereits vorher wegen möglicher Gesundheitsverfahren vom Markt genommen worden. Das Abbauprodukt des Wirkstoffs bildet bei der Trinkwasseraufbereitung mit Ozon gesundheitsschädliches Nitrosamin.
Tolylfluanid ist als toxisch und Umwelt gefährdend eingestuft. Es gilt als giftig beim Einatmen, reizt die Augen, Atmungsorgane und die Haut, Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.

Tetrachlorphenol kann oral, über Inhalation oder über die Haut aufgenommen werden. Der Stoff reizt die Haut, die Augen und die Atemwege. Eine Einwirkung auf die Augen sind an einer Rötung und Schmerzen zu erkennen. Ein Kontakt mit der Haut trocknet diese aus, es kommt zu einem brennenden Gefühl, Schmerzen und einer Rötung. Ein längerer oder wiederholter Kontakt kann eine Dermatitis verursachen. Eine inhalative Aufnahme verursacht Halsbeschwerden und Husten. Nach einer oralen Aufnahme kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Mattigkeit, Schwindel und Krämpfen. Es kann zu Muskelkrämpfen und Schweißausbrüchen kommen.


Permethrin gehört zu den Pyrethroiden und ist ein insektizider Wirkstoff z.B. in lösemittelhaltigen Holzschutzmitteln, Insektensprays oder als Textilausrüstung in Wollteppichböden. Es hat Lindan als bioziden Wirkstoff von der Bedeutung her ersetzt. Etwa 80 % aller lösemittelhaltigen Holzschutzmittel enthalten Permethrin. Neben Permethrin wird der Synergist Piperonylbutoxid zugesetzt. Der Dampfdruck deutet auf eine mäßige Ausgasungsneigung hin; in Innenräumen erfolgt eine Anlagerung an Hausstaub. Die akute Toxizität bei oraler Aufnahme ist gering, da Permethrin schlecht über den Magen-Darm-Trakt resorbiert wird. Erfolgt die Aufnahme jedoch direkt in das Blut, dann ist es auch für den Menschen sehr giftig, da es seinen Wirkort, die Nerven, offenbar ohne vorherige Entgiftung erreicht. Bereits geringe Konzentrationen, über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen, können zu chronischen Nerven- und Gehirnerkrankungen führen. Symptome sind beispielsweise Muskelzittern, Übererregbarkeit, Störungen der Bewegungskoordination und Krämpfe. In den USA gilt Permethrin als Substanz mit schwach krebserzeugendem Potential. Bei Holzproben liegt ab einem Permethringehalt von 5 mg/kg wahrscheinlich, ab 30 mg/kg sicher eine Behandlung mit diesem Mittel vor.

Endosulfan ist ein schon seit 1956 benutztes Insektizid und Akarizid (Akarizid = Kontakt- und Fraßgift). Es wird im Pflanzenschutz und Forst gegen beißende und saugende Insekten eingesetzt.
Im Körpergewebe konnte im Tierversuch keine wesentliche Anreicherung festgestellt werden. Als Vorsichtsmaßnahmen im Umgang wird angegeben, dass Einwirkung auf Haut, Augen, Schleimhäute der Luftwege verhindert werden soll. Nach der Gefahrstoffverordnung ist Endosulfan als giftig zu kennzeichnen. Von einem Einsatz in Innenräumen ist dringend abzuraten.

Dichlofluanid
Dichlofluanid gehört der Gruppe der Fungizide, also der pilzhemmenden Wirkstoffe an. Diesem Stoff aus der Gruppe der Sulfonamide wird der zweifelhafte Ruf zuteil, zu den am meisten eingesetzten bläuewidrigen Wirkstoffen zu gehören. Dies gilt vor allem für lösemittelhaltige Grundierungen und Lasuren, zum Beispiel zur Behandlung von Holzfenstern. Auch als Konservierungsmittel wird es Anstrichen (z.B. Dispersionsfarben) zugesetzt. Dichlofluanid wird als „Reizend (Xi)“ und „Gesundheitsschädlich (Xn)“gekennzeichnet und kann aufgrund seiner anscheinend hohen inhalativen Toxizität die verschiedensten Symptome auslösen. Berichtet wird von Übelkeit, Kopfschmerzen, Atemwegsbeschwerden, bis hin zu Niedergeschlagenheit und erhöhter Anfälligkeit gegenüber Infekten. Das Bundesgesundheitsamt rät, Dichlofluanid enthaltende Holzschutzmittel nicht großflächig in Innenräumen einzusetzen. Aufgrund der geringen oralen Toxizität wurde und wird der Umgang mit diesem Stoff leichtfertig gehandhabt.

Chlorthalonil
Bei Chlorthalonil (chemischer Name: Tetrachlorisophthalonitril) handelt es sich um ein Fungizid, d. h. ein Mittel gegen Pilzbefall. Es hat eine sehr breite, protektive Wirkung und wird auch im Bereich des Pflanzenschutzes eingesetzt, z. B. bei Erdnüssen, Sojabohnen, Tabak, Gemüse und Getreide. Es wird auch gegen Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln eingesetzt. Es besteht die Möglichkeit, dass Chlorthalonil bei chronischer Einwirkung wie andere Chlorkohlenwasserstoffe auch gesundheitliche Schädigungen hervorrufen kann.

 

 

 

 

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